Kategorie: OA

Welchen Beitrag liefert die Radartechnologie zum autonomen Fahren?

Mit diesem Button können Sie am 27.11.2020 ab 15 Uhr an der European Researchers’ Night teilnehmen!

Martin Gschwandtner
Martin Grünbacher
Stefan Lengauer

Infineon Linz Technologies GmbH & Co KG

Fachgebiet: Technologie & Innovation

Was ist es: Mit unserem Projekt „Miniaturized ADAS“ haben wir eine Ausbildungsplattform für fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme (ADAS) geschaffen. Wie Infineon Radarchips zum autonomen Fahren beitragen, zeigen unsere Studenten mithilfe eines Legozugs und überlassen euch die Steuerung.

DALICC – Data Licenses Clearance Centre – Automatische Rechteklärung für Digitale Assets

Prof. Dr. Tassilo Pellegrini

Department für Digital Business & Innovation, Fachhochschule St. Pölten

Fachgebiet: Digital Business, LegalTech, Compliance Management

Was ist es: DALICC steht für Data Licenses Clearance Center. Es ist ein Software Framework, welches RechtsexpertInnen, InnovationsmanagerInnen und AnwendungsentwicklerInnen bei der rechtssicheren Wiederverwendung von externen Datenquellen unterstützt.

Moderne IT-Anwendungen verwenden Daten aus einer Vielzahl von Quellen. Damit das möglich ist, muss geklärt werden, welche Lizenzen und darin definierten Nutzungsrechte den Daten zugrunde liegen. Dieser Prozess der Rechteklärung ist komplex, zeitaufwendig und fehleranfällig.

Das DALICC (Data Licenses Clearance Center) Framework, erlaubt eine automatische Identifikation von faktischen und potentiellen Kompatibilitätskonflikten zwischen Lizenzen. Dadurch können der Zeitaufwand und die Kosten der Rechtsklärung stark reduziert werden. Das DALICC Framework ist derzeit als Public Beta Version implementiert und kann unter www.dalicc.net aufgerufen und erprobt werden.

Umbrello

FH-Prof. Mag. Dr. Johannes Pflegerl

FH St. Pölten

Fachgebiet: Active Assisted Living

Was ist es: In einer Welt, in der die digitale Kommunikation zunehmend von global Unternehmen dominiert wird, kann ein „digitales Dorf“ neue Möglichkeiten eröffnen, einfach erreichbare regional digitale Dienste für Senior*innen anzubieten.
Die derzeitigen Herausforderungen, ältere Menschen am digitalen Leben teilhaben zu lassen, liegen häufig in den hohen technische Anforderungen, einer komplizierten Gerätebedienung und/oder verwirrenden Menü-Strukturen und auch darin, dass lokale Inhalte fehlen.

Ziel von UMBRELLO ist eine einfache Plattform für Digitale.Dorf.Dienste anzubieten. Sie besteht aus einem Tablet, welches quasi als Fernbedienung dient, sowie einer angeschlossenen TV-Box. Das Setup macht den Fernseher zum benutzerInnenfreundlichen Herzstück einer videobasierten Service- und Kommunikationsplattform ohne Konfigurationsaufwand. Angeboten werden regionale Informationen- und Vernetzungsmöglichkeiten sowie soziale Hilfe und Telegesundheitsförderung

ScribeId AI

Muntaha Sakeena
FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Seidl Markus, Bakk.

FH St. Pölten

Fachgebiet: Digital Heritage

Was ist es: Lower Austria’s monasteries have extensive collections of medieval manuscripts. Better understanding about who wrote these manuscripts would give valuable insight into the functioning of medieval monasteries in Austria. However, there is no information about the number of scribes employed and whether they moved around between monasteries. A way to determine that is by analysing the handwriting.
This is a lengthy and time-consuming process and carries the risk of being biased, since it is based on subjective impressions of individual experts. First approaches to support the identification of individual medieval handwriting using Artificial Intelligence (Machine Learning) exist, but are not suitable for large collections.
We will present our interdisciplinary project involving historians and computer scientists which aims at developing time efficient identification of scribes for large corpora. It employs an active machine learning approach that specifically involves human experts to support the machine learning.

RegioBioGraph

Mag. Dr. Georg Vogt
Clemens Baumann, BSc

FH St. Pölten

Fachgebiet: Digital Heritage

Was ist es: Der technische Fortschritt bietet unter anderem neue Möglichkeiten Geschichte zu erleben: Mittels Film können Ereignisse konserviert und in Montagen neu arrangiert werden, während die fortlaufende Digitalisierung neue Möglichkeiten der Darstellung und Verknüpfung von Daten bietet. Das Projekt RegioBioGraph erforscht wie diese Techniken kombiniert werden können um (lokale) Geschichte zu vermitteln
Im Laufe des Projekts werden neue Methoden zur Darstellung von Biographien entwickelt. Ausgehend von den Biographien und deren regionalen Kontexten werden Erzählformen erforscht, die Medien und Datenvisualisierung verbinden. Es entsteht ein „RegioBioGraph“, der in der Lage ist anhand bestimmter Fragestellungen Erzählungen zu konstruieren.

CoinEater

Dipl.-Ing. Tobias Dam BSc

Institut für IT Sicherheitsforschung, FH St. Pölten

Fachgebiet: Internet Sicherheit

Was ist es: Zum Erzeugen von Kryptowährungen (digitalen Zahlungsmitteln) braucht es normalerweise Hochleistungshardware. Beim sogenannten Cryptojacking wird die Erzeugung – das „Mining“ stattdessen auf viele, weniger leistungsfähige Geräte verteilt- ohne Zustimmung der Besitzer*innen dieser Geräte. In vielen Fällen von Cryptojacking wird dieser Vorgang direkt in dem Webbrowser eines Gerätes durchgeführt, daher genügt oft schon das einfache Besuchen einer Webseite. Da Mining ein sehr rechenintensiver Vorgang ist, kann dies auf mobilen Geräten zu einer stark verminderten Akkulaufzeit führen. Der Computer läuft auf Anschlag, der Akku wird schnell leer, der Profit geht an die Angreifer*innen. Die FH St. Pölten durchforstet regelmäßig die meistbesuchten Webseiten nach Cryptojacking und benutzt diese Ergebnisse in der kostenlosen, selbst entwickelten Software CoinEater, die Online-Kryptominer im Webbrowser erkennt und deren Ausführung verhindert.

Switch on Life

Teresa Burmann, MA [1]

Pia Vakkilainen-Liegl, MA [2]

[1] AUDIOVERSUM/ MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH

[2] MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH

Fachgebiet: Hörsysteme

Was ist es: Game on- So wird Wissenschaft zum Spiel!
Als Physiker und Forscher bei MED-EL, einem führenden Unternehmen in der Entwicklung innovativer Hörsysteme, hat Peter Schleich schon lange mit dem Thema Hören zu tun. Als seine Töchter ihn einmal fragten, was er beruflich so macht, fiel es ihm schwer, den Hörprozess in einfachen Worten zu beschreiben. Wie erklärt man komplexe, wissenschaftliche Sachverhalte einfach und verständlich – ist das überhaupt möglich?
Aus dieser Überlegung heraus entstand zuerst ein Projekt gemeinsam mit dem Verein Klasse!Forschung und dem Innsbrucker AUDIOVERSUM. Im Rahmen dieses Projektes versuchte P. Schleich zusammen mit einem Fachkollegen die wissenschaftlichen Abläufe hinter dem Hören mit zwei Ohren und Implantaten zu erklären. Die SchülerInnen konnten u.a. binaurale Hörsimulationen selbst durchführen und so vieles über Richtungshören lernen. Bereits im Lauf dieses Projektes erkannte P. Schleich, dass die Vermittlungsarbeit rund um das Thema Hören sehr wichtig ist und auch ein großer Bedarf an interaktiven Lernmaterialien zum Thema besteht. So entstand Switch on Life.
Switch On Life ist eine Online-Plattform, die auf jedem internetfähigen Endgerät gespielt werden kann. Sie nutzt „Gamification“, es werden also Elemente eingesetzt, die man bereits von Videospielen kennt, aber echte wissenschaftliche Experimente und Informationen spielerisch vermittelt.
Switch on Life informiert zu den Hauptthemen Hören mit zwei Ohren und Bilaterale Cochlea-Implantat-Versorgung sowie zu den beiden Prinzipien der Frequenzverarbeitung – räumlich (Tonotopie) und zeitlich („Phase Locking“). Echte Wissenschaftler führen durch und laden zu unterschiedlichen Aktionen und Experimenten ein.
Im Rahmen der „European Researchers Night“ findet im Innsbrucker AUDIOVERSUM eine Diskussionsrunde statt, die dieses Projekt zur Wissenschaftskommunikation präsentiert. Gemeinsam mit Peter Schleich wird Christian Wirtz (Advanced Research Engineer/ MED-EL) über die wissenschaftlichen Ansätze hinter Switch on Life sowie Themen wie binaurales Hören berichten. Projektmitarbeiterin Pia Vakkilainen-Liegl (Training Manager/ MED-EL) stellt die Einsatzgebiete der Plattform vor. Die Leiterin des AUDIOVERSUM, Julia Sparber-Ablinger, erläutert, wie Switch on Life und andere interaktive Exponate rund ums Hören in diesem einzigartigen Science Center implementiert wurden.
Wir laden Euch herzlich ein, einzuschalten und mitzumachen – und natürlich beantworten wir gerne alle Eure Fragen!
In diesem Sinne, Game on!

© AUDIOVERSUM &Switch on Life Front Page: MED-EL

PatientInnen Involvierung in der Lungengefäßforschung

MMag. Dr. Sarah Bundschuh 

Ludwig Boltzmann Institut für Lungengefäßforschung, Neue Stiftingtalstraße 6/VI, 8010 Graz

Fachgebiet: Lungengefäßforschung

Was ist es: Das Projekt beschäftigt sich mit der Mitwirkung von unterschiedlichen NutzerInnengruppen in der Forschung zur Thematik der Fibrose, mit Fokus auf die Lungenfibrose. Kennzeichnend für die Fibrose ist eine krankhafte Vermehrung von Bindegewebe, welche zu einer Narbenbildung führt. Außerdem sollen in diesem Kontext die unterschiedlichen Fibrosearten vernetzt werden. Die Involvierung der NutzerInnengruppen findet durch Co-Creation Workshops statt. Gemäß dem Open Innovation in Science Prozess werden PatientInnen, Angehörige, TherapeutInnen und PflegerInnen in dieses Projekt miteinbezogen, um eine optimale Verständlichkeit der aktuellen Forschungsergebnisse zu ermöglichen.
Die Umsetzung der Darstellung solcher Forschungsergebnisse erfolgt durch spezielle Videos, in denen die Forscher/innen ihre aktuellen Ergebnisse einfach und in deutscher Sprache darstellen. Ziel des Projektes ist es, verständliche Forschungsergebnisse bezüglich Fibrose auf einer Plattform zu verbreiten und dadurch NutzerInnengruppen zu identifizieren die aktiv in Forschungsprojekten mitwirken.

© LBI LVRRead more

Coronavirus – ist der Erreger schon mutiert?

Dr. Andreas Bergthaler

Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), CeMM – Forschungszentrum für Molekulare Medizin der ÖAW

Fachgebiet: Molekulare Medizin

Was ist es: Viren sind bekannt dafür, dass sie ihr Genom extrem schnell vervielfältigen. Dabei passieren immer wieder kleine Fehler – es kommt zu Mutationen. Auch SARS-CoV-2 hat sich bereits verändert, seit es zum ersten Mal aufgetreten ist. Forscher/innen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sequenzieren zurzeit tausend Coronavirus-Genome aus Österreich. Sie können dadurch nachvollziehen, wie sich das Virus weltweit verbreitet, wie häufig es mutiert und welche Cluster es gibt, wie Andreas Bergthaler in der Online-Lecture-Reihe Science Bites der ÖAW erklärt. Mehr dazu hier

Text zum Virus-Bild: Auf der linken Seite ist die dreidimensionale Struktur eines SARS-CoV-2 Virions zu sehen, auf der rechten die dreidimensionale Struktur des viralen S Proteins sowie ein “Stammbaum” der internationalen SARS-CoV-2 Genome. Darunter sind die vorausberechneten Änderungen in der S Protein Struktur dargestellt. © Bobby Rajesh Malhotra / CeMM (CC BY-NC).
Video: https://youtu.be/pEvEXlhx98I

Verschwörungstheorien – gibt es sie schon seit Jahrtausenden?

Dr. Johannes Preiser-Kapeller

Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Institut für Mittelalterforschung/Abteilung für Byzanzforschung

Fachgebiet: Byzanzforschung

Was ist es: Nicht nur in der Gegenwart greifen manche Menschen auf Verschwörungstheorien zurück, um dem scheinbar Unerklärlichen eine Bedeutung abzuringen. In der Menschheitsgeschichte lässt sich über Jahrtausende beobachten, wie große und verheerende Krankheitsausbrüche, die man sich vor der Etablierung der Infektionsbiologie im 19. Jahrhundert, nicht erklären konnte, dazu führten, dass mittels Verschwörungstheorien Schuldige für das Übel gesucht wurden. Dämonen und Geister wurden verdächtigt, Seuchen zu verursachen, ebenso wie Migrant/innen, Menschen jüdischen Glaubens – und manchmal sogar der eigene Herrscher. Mittelalterforscher Johannes Preiser-Kapeller von der ÖAW spannt einen Bogen über 3000 Jahre Seuchengeschichte und erklärt, was es mit dem Symbol des Sündenbocks und dem antisemitischen Stereotyp der Brunnenvergifter auf sich hat.
Video: https://youtu.be/gE01NINLebI

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