Kategorie: OA

Introduction to Heritage Science Austria and Heritage Science projects at KHM

Martina Griesser

Kunsthistorisches Museum Vienna

Fachgebiet: Heritage Science
Was ist es: Short introduction to the Heritage Science Austria Platform followed by two videos showing the application of non-destructive investigation techniques, i.e. X-ray fluorescence spectroscopy, for the analysis of objects in museums.

Wood: IR-light. Tells you if you guessed the age right

Johannes Tintner-Olifiers, Priv.-Doz. Dipl.-Ing.
Elisabeth Mann, B.Sc.

Institut für Physik und Materialwissenschaften, Universität für Bodenkultur

Fachgebiet: Archäometrie
Was ist es: Das Alter ist meist die erste Frage, die sich bei einem unbekannten Objekt von historischem oder archäologischen Interesse stellt. Egal, ob es sich um ein Bauwerk handelt, um prähistorische Siedlungsreste oder einen Baumstamm, der vor langer Zeit in einen See gefallen ist: Um den Fund in einen Zusammenhang mit anderen zu stellen, muss man wissen, wie alt er ist. Derzeit gibt es zur Datierung von Holz zwei bewährte Methoden: Die Jahrringanalyse und die Radiokarbonmethode – auch C14-Datierung genannt.
Die neue Methode basiert auf der molekularen Uhr, die unaufhörlich tickt, sobald die organische Substanz nicht regeneriert wird. Im Grunde kennen wir Menschen diese „Materialalterung“ von unserem eigenen Körper. Diese molekulare Veränderung mit der Zeit findet auch im Holz statt. Mit der Analysemethode der Infrarotspektroskopie kann sie einfach und rasch charakterisiert werden. Die Jahrringanalyse lieferte die Referenzwerte und durch komplexe statistische Modellierung konnten Datierungsmodelle für mehrere Baumarten in Europa und Nordamerika entwickelt werden.
Bei der Researchers´ Night wollen wir die diese neue Methode anschaulich machen.

Das Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst (INTK)

Dr. Federica Cappa
Univ. Prof. Dr. Katja Sterflinger

Institut für Naturwissenschaften und Technik in der Kunst, Akademie der Bildenden Künste Wien

Fachgebiet: Restaurierung
Was ist es: Das Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst (INTK) an der Akademie der Bildenden Künste Wien ist seit Garant für die theoretische und praxisorientierte Ausbildung von Studierenden der bildenden Künste und der Restaurierung in den Fächern Farben- und Wahrnehmungslehre sowie Materialkunde und Farbenchemie. In Kooperation mit Österreichischen sowie Europäischen Museen, Bibliotheken und wissenschaftlichen Einrichtungen werden vor allem zerstörungsfreie bzw. nicht-invasive Analysenmethoden eingesetzt, welche teilweise am Institut eigens für die Materialanalyse von kunst- und kulturgeschichtlichen Objekten entwickelt und selbst gebaut wurden. Sie erlauben es, direkt in den Sammlungen ohne Entnahme von originalem Probematerial oder Veränderungen an einem Objekt die materielle Zusammensetzung zu bestimmen und somit bei Fragen der lokalen und zeitlichen Einordnung als auch der Materialveränderung einen wesentlichen Beitrag zu liefern. Ein neuer Schwerpunkt des Instituts sind die mikrobiologischen Analysen durch klassische Methoden (Kultivierung und Mikroskopie) sowie modernste molekularbiologische Technologien (Next Generation Sequencing). Informationen über das Mikrobiom ermöglichen es uns, wertvolle Informationen zu den Objekten zu entschlüsseln, wie z. B. ihren Erhaltungszustand, Herstellungsgeschichte, ihre Verwendung und ihre geografische Herkunft.

Wien und die Wiener Gewässer – eine historische Spurensuche

Dr. Gertrud Haidvogl
Dr. Severin Hohensinner

Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, Universität für Bodenkultur

Fachgebiet: Gewässer, Umweltgeschichte
Was ist es: Die Geschichte Wiens ist eng mit der Geschichte der urbanen Gewässer verbunden. Über viele Jahrhunderte lebte die Stadt mit der Dynamik der aquatischen Landschaften und entwickelte sich mit ihnen. Die Spuren früherer Gewässerläufe und Gewässernutzungen sind heute noch an vielen Stellen sichtbar, wenn man diese zu lesen weiß.
Historische Karten und Pläne oder schriftliche Aufzeichnungen zeigen den Wandel und dienen als Grundlagen für eine virtuelle Darstellung der urbanen Flusslandschaft. Sie geben Auskunft über den Nutzen der Gewässer, aber auch über die Nöte und Gefahren, die die Stadt immer wieder bedrohten. Hochwasser war nur eine Facette. Weniger spektakulär aber ebenso mit Risiken verbunden war zu wenig Wasser und bis weit ins 20. Jahrhundert war sauberes Wasser für alle Bewohnerinnen und Bewohner keine Selbstverständlichkeit.
Im Rahmen der „Researchers Night“ wird diese gemeinsame Geschichte von Stadt und Gewässern anhand von Videomaterial und Folien zur historischen Gewässeränderung anschaulich gemacht.

Centre of Image and Material Analysis in Cultural Heritage (CIMA)

Federica Cappa [1]
Simon Brenner [2]

[1] Akademie der Bildenden Künste Wien
[2] Vienna University of Technology

Fachgebiet: Image and Material Analysis
Was ist es: The Centre of Image and Material Analysis in Cultural Heritage (CIMA) was established at the beginning of 2014 by members of three disciplines. Today, the centre brings together the expertise of five: Philology (University of Vienna), Computer science (Vienna University of Technology), Chemistry and Microbiology (Academy of Fine Arts Vienna) as well as conservation-restoration-science (Danube-University Krems) representing a unique facility with an interdisciplinary approach for the investigation of cultural heritage objects. Within this project, historical written manuscripts from Austrian and foreign libraries, archives and other depositories have been examined, amongst others the Austrian National Library, Department of Manuscripts and Rare Books, and the Austrian State Archives (Österreichisches Haus-, Hof- und Staatsarchiv). The selection comprises mainly Slavic, Greek and Latin illuminated manuscripts as well as palimpsests deriving from the 8th to the 14th century. The scientific investigations aim at the determination of the materials (parchment, inks and pigments) and microorganisms (molds, fungi, etc.) present on the folios of the manuscripts. Photographic documentation, Multi-Spectral Imaging and various post-processing methods are used to increase the legibility of degraded writings, while special software is applied for writer identification and layout analysis, and Optical Character Recognition serves to read the extant texts.

Microscopy and Heritage Science at the Angewandte

Dr. Tatjana Bayerova
Prof. Johannes Weber
Dr. Marta Anghelone

Institute of Conservation, University of Applied Arts Vienna

Fachgebiet: Heritage Science
Was ist es: The Institute of Conservation at the University of Applied Arts Vienna (Angewandte) is involved in several national and international projects, mainly dealing with restoration and preservation of historical artefacts and the technology of their making, along with educational programs for conservators.
Focus is the study and conservation of polychromies, metal, ceramic, textile and stone objects from archaeological to modern times. Heritage Science is one of the pillar on which the study of all the artefacts and the development of conservation procedures are based. Hence, the natural science laboratory embedded in the Institute is taking part and supporting all the projects, by means of several scientific analytical techniques, many of them based on microscopy.
Even methods that might sound simple, such as the microscopic investigation of a sample not bigger than 1 mm, can provide a wide range of important information about an object, its history, the manufacturing technology and its condition…
Within the live presentation, a taste of the potential and the contribution given by microscopy to conservation and heritage science will be handed…

Niki Popper: Die COVID 19 Pandemie

Dr. Nikolas “Niki” Popper

dwh GmbH

Fachgebiet: Gesundheit

Was ist es: Wie Modellrechnungen eine Entscheidunsunterstützung sein können? Und was dabei die großen Herausforderungen sind?

Über Niki Popper: Nikolas “Niki” Popper studierte Mathematik, Philosophie und Jazztheorie in Wien, Barcelona, Katalonien (Spanien) und Moskau, Idaho (USA) und erhielt seinen Doktortitel (Dr. techn.) an der TU Wien. Er arbeitete als Wissenschaftsredakteur und Journalist und Mitbegründer zweier erfolgreicher Unternehmen, der Produktionsfirma drahtwarenhandlung für wissenschaftliche Filme, Datenjournalismus und Computeranimation sowie die F & E Unternehmen dwh GmbH für technische Lösungen und Simulationsdienstleistungen, von der Grundidee für eine datengetriebene Analyse bis hin zur marktreifen Lösung.
Niki Popper veröffentlichte und präsentierte rund 150 Artikel und Vorträge in Fachzeitschriften und bei internationalen Konferenzen. Er initiierte, entwickelte und koordinierte Forschungsprojekte mit einer Finanzierungshöhe von insgesamt 4,4 Mio. €. und koordinierte etwa 100 F & E-Projekte. Er ist Koordinator des COCOS-Zentrums für Computational Complex Systems an der TU Wien sowie Vorsitzender von DEXHELPP, dem COMET K-Projekt (Entscheidungsunterstützung für Gesundheitspolitik und -planung: Methoden, Modelle und Technologien auf der Grundlage vorhandener Gesundheitsdaten), zur effizienten und sicheren Nutzung von Daten für die Entscheidungsfindung in Gesundheitssystemen.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Anwendungen der Modellierung und Simulation von dynamischer und komplexer Systeme, insbesondere: vergleichende Modellierung und Simulation; Kopplung und Vergleich mathematischer Modellansätze; Entwicklung neuer Modellierungsmethoden; Implementierung, Parametrisierungs -, Kalibrierungs – und Validierungskonzepte sowie Domänen – und Anwendungsintegration von Simulationsmodellen, wie Gesundheitssystemforschung und modellbasierte HTA (health technology assessment). Er hat das preisgekrönte Master College für angewandte Modellierung, Simulation und Entscheidungsfindung an der TU Wien mitentwickelt und betreut und begleitet laufend Master- und Doktorarbeiten im Bereich Modellierung und Simulation.

Photo ©Stefan Knittel

Was macht eigentlich die Teilchenphysik?

Dr. Marko Dragicevic
DI Felix Ulrich-Pur
Dr. Valentyna Mokina

Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), IInstitut für Hochenergiephysik (HEPHY)

Fachgebiet: Teilchenphysik
Was ist es: Kommt mit zu einem Besuch am Institut für Hochenergiephysik der ÖAW. Marko Dragicevic gibt hier einen ersten Einblick, woran die Teilchenphysiker/innen hier arbeiten: Zum Beispiel: Wie sie aus Teilchenkollisionen mehr über die Materie erfahren können. Sein Kollege Felix Ulrich-Pur zeigt in einem einfachen Experiment, wie man sich einen einfachen Teilchenbeschleuniger für zu Hause basteln kann. Warum der funktioniert? Hier wie auch beim großen Teilchenbeschleuniger am CERN ist Elektromagnetismus am Werk. Und schließlich erklärt die Hochenergiephysikerin Valentyna Mokina, wie faszinierend es ist, sich auf die Suche zu machen nach etwas, das man prinzipiell nicht sehen kann: Die Dunkle Materie.

Dunkle Materie und wie wir sie finden

Dr. Florian Reindl

Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), IInstitut für Hochenergiephysik (HEPHY)

Fachgebiet: Teilchenphysik
Was ist es: Wenn sie existiert, gibt es sie in unglaublichen Mengen: Man geht davon aus, dass rund 85 Prozent der gesamten Materie im Universum dunkle Materie ist. Während es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten und experimentelle Versuchsaufbauten zur Detektion von dunkler Materie gibt, ist aber noch immer unbekannt, woraus dieses rätselhafte Phänomen besteht. Schließlich kommt keines der bekannten Elementarteilchen aus dem Standardmodell der Physik dafür in Frage. Physiker Florian Reindl von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften arbeitet am sogenannten Cosinus-Experiment, das in einem Untergrundlabor in Italien mithilfe von speziellen Kristallen dunkler Materie nachspürt. In Science Bites bringt Reindl sprichwörtlich Licht ins Dunkel und erklärt etwa, warum die Wissenschaft überhaupt davon ausgeht, dass es dunkle Materie gibt, obwohl diese nicht direkt gemessen werden kann.
Photo © Ingo Berg

Gesundheit – überschätzen wir unseren Körper?

Dr. Sonja Spitzer

Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital

Fachgebiet: Gesundheit & Gesellschaft

Was ist es: Für die Planung der Gesundheits- und Pflegeversorgung ist es wichtig zu wissen, wie Gesundheit und Krankheit besonders in einer älter werdenden Gesellschaft verteilt sind. Um auf diese Frage eine Antwort zu bekommen, ist die Demografie in der Regel auf Befragungen angewiesen: Demograf*innen fragen Menschen, wie diese ihre eigene Gesundheit einschätzen. Was aber, wenn Selbsteinschätzung und Realität nicht zusammenpassen und Menschen gesünder oder auch kränker sind, als sie denken? Wer „schwindelt“ am ehesten? Und jammern Österreicher*innen besonders oft über ihre Gesundheit? Das alles weiß Sonja Spitzer. Sie forschte am Institut für Demografie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und ist nun Wissenschaftlerin am Institut für Demografie der Universität Wien. Beide Organisationen arbeiten mit dem World Population Program of the International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) im Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital zusammen.

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